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Eine nette Geschichte fand jetzt ihr vorläufiges Ende. Eine Geschichte mit viel Internationalität.

Wie bekannt mache ich ja ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit für die Freilichtbühne Burg Wilhelmstein in Würselen Bardenberg. Im Zuge dessen knipse ich einen Rammel an Fotos von Veranstaltungen, Künstler_innen, Kapellen und Comedian. Und dem drum herum umme Burg.

So auch am 18. August 2018, als die spanische Weltklasseflamencotänzerin Maria Serrano mit ihrem Ensemble die Freilichtbühne beehrte. Eine Veranstaltung, bei der ich gefühlt die meisten Fotos aller Zeiten, mit dem meisten Ausschuss aller Zeiten produziert habe. Schließlich bekam meine Kamera wegen des reduzierten Lichts und den extrovertierten Bewegungen auf der Bühne kaum ein Foto hin, das nicht irgendwie „verwackelt und verwischt“ schien. Am Ende blieben dann doch noch einige ansehnliche übrig. Eine Auswahl habe ich  hier in einem Flickr-Ordner für die Welt hinterlegt.

Während ich nun Anfang Oktober mit Pauli sein Frau am Strand von Marthinal in Portugal beim Sonne haschen herum lag und in die Ferne ´gen Amerika stierte, erreichte mich just von diesem Kontinent gegenüber eine Nachricht per Email. Eine junge Dame aus Kanada fragte höflich an, ob sie ein paar Fotos nutzen dürfte. Sie bereite einen Workshop mit Maria Serrano in Athen vor und wolle Plakate drucken lassen. Genau dafür benötige sie gute Fotos und würde gerne auf die des Auftritts der andalusischen Flamencogröße auf #buwi2018 zurückgreifen.

Und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Denn natürlich habe ich zugesagt und Fotos in Originalgröße über den großen Teich gesendet.

Just zwei Abende vorher hatte ich bei einem launigen Abendmahl mit Freunden in einem der pittoresken Restaurants an der Algarve noch ein Gespräch mit einer professionellen, amerikanischen Modefotografin geführt. Sie fragte mich, wieviel ich denn so für meine Fotos verlangen würde, wenn sie von Künstlern wiederverwendet würden. Ich gab mich gewohnt bescheiden und sagte noch, dass ich mich eher geschmeichelt fühle, wenn man meine Fotos als so gut erachtet, sie dann weiter zu nutzen. Daher verlangte ich bis dato kein Geld. Schließlich sei ich ja auch kein professioneller Fotograf.

Diese Einstellung fand am Tisch in mitten weiterer lieber amerikanischen Mitesser_innen allgemein heftiges Kopfschütteln. Womit soviel Wind entstand, dass das Essen schneller kalt wurde.  Man redete recht lange auf mich ein, da doch noch einmal drüber nachzudenken. Denn meine Fotos seien richtig toll und offensichtlich allgemein so anerkannt, dass andere sie nutzen wollen. So what?!

Naja, ich habe das mal „zur Kenntnis genommen“, fremdelte aber doch watt mit dem Gedanken, meine Fotos zu „verkaufen“. Joh, und dann kommt Bess´s Anfrage aus Kanada. Verbunden mit der Frage, was die Nutzung meiner Fotos denn kosten würde. Manchmal schon interessant, wie Dinge plötzlich und unerwartet zusammentreffen.

Nach kurzer Bedenkzeit habe ich im Lichte der Gespräche dann einen Kompromiss mit mir selbst gefunden und angeboten, dass ich als Bezahlung gerne Druckexemplare der Plakate haben möchte. Was auf Erstaunen und große Dankbarkeit stieß und dem Versprechen, die Plakate per Post zuzusenden.  Und die sind nun tatsächlich angekommen!

Damit nimmt eine nette Geschichte voll Internationalität ein vorläufiges Ende: Bess aus Kanada fragt Knipser Pauli  – urlaubend in Portugal – an, Fotos der spanischen Flamencotänzerin von ihrem Auftritt in Deutschland für Plakate eines Tanzworkshops in Griechenland nutzen zu dürfen.

Sachen gibt´s…

 

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