Skycamper pimping Teil III

Die U-3 Betreuung ist abgeschlossen, die erste TÜV Prüfung erwartungsgemäß ohne Mängelei abgewickelt und weitere Onroad Erfahrungen mit dem Skycamper sind gemacht. Um es vorweg zu nehmen: er passt immer noch perfekt zu uns!

Wir nutzen unseren Skycamper natürlich vornehmlich zu Urlaubszwecken oder längeren Ausfahrten. Im Alltag fahren Pauli sein Frau und ich ein Zweitfahrzeug und können sogar in einer Art Fahrgemeinschaft zur täglichen Berufsausübung zusammen an- und abreisen. Das schont den Bulli, der aber alternativ und im angezeigten Fall auch im Alltag wunderbar zum Einsatz kommen kann. Das ist ein großer Vorteil gegenüber größeren Wohnmobilen, die es durch die Innenstädte zu pilotieren gilt. Der Bulli ist da fast wie ein PKW nutzbar. Und ganz ehrlich, manchmal sogar viel lieber als der schwäbische Kombi…

Aber wie das so ist, es gibt ja immer was zu tun, selbst wenn der Kübel vermeintlich völlig ausreichend eingerichtet und ausgestattet zu sein scheint. Wobei es nur Kleinigkeiten sind, die uns in der Praxis auffielen und nachfolgend „optimiert“ wurden.

So zum Beispiel die Windabweiser für Fahrer- und Beifahrertür von Clim-Air. Während unserer erneuten Fahrt gen´ Portugal verhielt sich der Abweiser auf der Fahrerseite sehr abweisend hinsichtlich der regelmäßigen Fensterschließung. Anders ausgedrückt, jedesmal wenn an einer der Zahlstationen auf den Autobahnen das Fenster wieder geschlossen werden musste, gab es einen Widerstand der dazu führte, dass sich das Fenster automatisch wieder öffnete. Das nervte total, weil man Minuten auf freier Fahrt damit beschäftigt war, das Scheibchen Scheibchen für Scheibchen zu schließen. Schon der Einbau des Clim-Air war etwas knifflig, weil ein Teil der Führung mit einer kleinen Klammer am Fenstergummi durch eine kleine Schraube fixiert wird. Für alte, dicke steife Finger ist datt mindestens herausfordernd. Wobei die meinen das auf der Beifahrertür besser hinbekommen zu haben schienen als eben just auf der Fahrerseite mit dem oben genannten Misserfolg. Schlußendlich habe ich die Clim-Airs ausgetauscht und originale Windabweiser von VW angeschafft. Deren Einbau ging dann richtig geschmeidig und lassen den Öffnungs- und Schließszenarien auf beiden Seiten nun keinen erhöhten Puls folgen. Kosten: 77,05 €.

Das Motörchen zeigte plötzlich und unerwartet einen Fehler an, ohne dass es von der Performance her eine fühlbare Einschränkung gab. Während der Fehlerauslese durch meine Jungens von Unicar wurde zudem offensichtlich, dass es eine Rückholaktion bei VW gab, um ein Softwareupdate vorzunehmen. Diese Info habe ich übrigens von VW nicht bekommen! Die Fehlersuche endete mit einem Austausch des Kraftstoffsensors; Kosten: 65,20€ zzgl. Arbeitskosten.

Das Softwareupdate bei VW ging wider erwartend nicht kostenfrei über die Bühne. Da nahm man sich dann auch direkt noch mal 80,- € für das elektronische Einstöpseln an den Firmencompi und Bulli, um was auch immer zu regulieren. Immerhin, gefühlt läuft der 150 PS Diesel in der Tat watt „runder“. (Vielleicht ist das aber mit Blick auf die Kosten auch nur „gefühlt“ so…)

Joh, watt hammer noch: Bei Obelink haben wir ein doppeltes Ceranfeld für 99,- € erworben, das als Alternative zu dem einfachen Gasbrenner dient, der als Ausstattungsmerkmal standardmäßig bei Skycampers dabei ist. Letzterers tut ett zwar, aber ist schon sehr einfach und beschränkt. Jetzt haben wir mehr Optionen zum kochen – vorausgesetzt, wir haben auch Strom am Platz.

Und einmal bei Obelink auf der HP, habe ich gleich noch eine Wäscheleine mit Saugknöpfen mitbestellt (siehe Beitragsbild); Kosten: 4,95 €. Hilfreicher Kleinkram, der prima in die Schiebetürverkleidung von Kiravans passt.

Apropos Kleinkram: eine Halterung für das Handy hatte ich noch über das Internet bestellt. Weiß nicht mehr wo und was das kostete, aber war nicht viel. Dank Magneten thront es nun in greifbarer Nähe und lässt sich flux drauf- und abnehmen. Hält auch watt Rappelei durch unruhiges Geläuf aus.

Da mein erster Blogbeitrag zu unserem Skycamper mit dem Titel „Up, up to the Skycamper“ mittlerweile auf Google sehr weit oben rangiert wenn man „Skycamper“ sucht, erreichen mich hin und wieder unterschiedliche Anfragen nach meinen tagesaktuellen Erfahrungen zum Lieblingsgefährt, die ich auch gerne individuell zu beantworten versuche. Bin ich immer noch zufrieden? Hält das Interieur der alltäglichen Nutzung Stand? Müffelt der Kunstoff? Ist das alles stabil genug? Ist nicht ein anderer Anbieter von Bulliausbauten besser?

Nun, zuerst ist mir an dieser Stelle ganz wichtig zu betonen, dass ich keinerlei Zuwendungen für meine Beiträge von Seiten der Firma Skycamper erhalte! Und dies auch gar nicht will. Schließlich will ich meinem Motto treu bleiben und auf meinem Blog keine kommerzielle Werbung für Produkte machen! Ich bin ja schließlich kein vor sich in alternder Influencer…

Es handelt sich bei meinen Blogbeiträgen ausschließlich um persönliche Erfahrungsberichte. Ob es Begeisterung oder Kritik ist – mir völlig Wurscht, ich hau´ es raus. Als unabhängiger Geist stelle ich der Welt meine kleine Welt zur Verfügung, lasse sie universal daran teilhaben und am Ende jeden einsam zurück um höchstselbst zu beurteilen, ob einem das gefällt, oder nicht.

Wie Eingangs schon erwähnt bleibt es aber dabei, dass Pauli sein Frau und ich immer noch sehr zufrieden mit unserem Skycamper sind. Aber es gibt natürlich viele andere Firmen, die unterschiedliche Formen von Bulliausbauten anbieten. Insofern empfehle ich allen die sich damit beschäftigen ein solches Gefährt anzuschaffen, sich erst einmal vorher Gedanken darüber zu machen, was man sich denn selber so konkret vorstellt, was man meint, unbedingt zu benötigen und welche Bedingungen erfüllt sein müssen (Raumgröße, Anzahl der Reisenden, etc.). Wie will man das Fahrzeug nutzen, beispielsweise nur auf Reisen oder auch im Alltag? Wieviel Geld will oder kann man investieren? Auch die Frage, welche Ausstattung und welches Design einem gefällt, spielt bei der Abwägung und Auswahl eines Campers eine wichtige Rolle. So ein exklusives Teil mit möglichst lang anhaltender Nutzung sollte einem auch schon watt gefallen. Auf „unseren“ Skycamper bin ich zuerst allein wegen der Optik gestoßen. Ich fand (und finde) den toll und habe erst über Fotos im weltweiten Netz zur Firma Skycamper gefunden. Die bietet im Übrigen neben verschiedener Ausbaustufen auch hömmele bunte Designs für innen und außen an.

Unserer finale Entscheidung zum Kauf ging ein Besuch bei der Firma  vor Ort voraus, den ich in jedem Falle jedem Interressiertem ans Herz lege. Alleine schon, weil es ja bei einem Neukauf und je nach Ausstattung eine Investition im mittleren fünfstelligen Bereich werden kann. Frank und Dirk sind sehr sympathische Zeitgenossen (siehe Video), die sich Zeit nehmen und einem ihr Skycamper Portfolio unaufdringlich vorstellen.

Joh, und selber gucken, reinsetzen und ausprobieren zählt immer mehr, als Pauli sein Frau und Pauli sein Frau ihr Manns Erfahrungen auf paulisein.blog. 😉

(Zuvor zum Thema gesendet: Up, up to the Skycamper 5/2017 und „Skycamper pimping“ – 4/2018, Skycamper pimping Teil II – 5/2019).

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