Blah Blah Blah

am

Wie schreibe ich es im Impressum dieses Blogs so schön:

„Mit diesem ausschließlich privaten Blog bemüht sich der Autor aus Würselen-Bardenberg, der Menschheit ein wenig Zerstreuung zu bieten und vorsätzlich zur allgemeinen Erheiterung beizutragen.“

Joh, watt Erheiterung kann ich gerade selber gut gebrauchen. Seit Wochen fällt mir nix ein, was es lohnt oder es des o.g. Vorhabens dienlich erscheint, um es hier der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Der Pandemie bedingte Rückzug ins private bei gleichzeitiger Fokussierung auf das berufliche, hält wenig launige Inspiration von außen bereit.

Naja, sieht man mal davon ab, dass die Pandemie schon seltsame Blüten treibt und ich mich mitunter herrlich über all jene Irrlichtenden amüsieren und aufregen kann, die das Virus und seine Mutanten leugnen. Oder meinen, mit esoterischem Schnickschnack, gesunder Ernährung und guter Worte verflüchtigt sich der völlig erschrockene Virus.

Nunja, habe schon zwei Beiträge dazu im Entwurf fertig gestellt – und am Ende doch nicht veröffentlicht. Hintergrund war, dass sich Menschen aus meinem privaten Umfeld für mich völlig überraschend als jene irrlichtenden Zeitgenöss_innen outeten. Meine Verdutztheit machte mich dann doch erstmal sprachlos. Dann wütend. Am Ende ignorant.

Denn wie soll man damit umgehen? Wenn man Menschen seit Jahrzehnten kennt, sie liebgewonnen hat, viele gemeinsame Anekdötchens durchlebte und miteinander im Guten alt geworden ist. Dann so ein Blah-Blah. Nervtötend , Lebenszeit raubend und mitunter so unfassbar dämlich. Mindestens.

Nein, Erheiterung soll mein Ziel bleiben. Und je länger ich mich mit diesen „Problemfällen“ beschäftige und ihnen auch noch Aufmerksamkeit schenke, umso weiter entferne ich mich von Heiterkeit. Also lasse ich es und lösche meine literarischen Ergüsse dazu.

Und sonst so?

Nun, bei der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein bin ich ja raus wie berichtet. Aber so richtig konzertabel geht da aufgrund der aktuellen Situation ja leider auch nix weiter. Man hangelt sich von Erlass zu Erlass und die Kulturbranche ätzt und stöhnt unter der Last der beschränkten Auftrittsmöglichkeiten. Also nix mit Heiterkeit an dieser Stelle.

Joh, und auch keine Reisen in Sicht, über die sich launig berichten ließe. Nach dem erstmalig total komplett tippi-toppi durchgebuchten Urlaubsplan für 2020, der dann grandios gescheitert war, hieß es für Pauli sein Frau und Pauli sein Frau ihr mann in 2021: „back to the roots“ und nix wird geplant. Oder gebucht.

Wobei: jüngst machte sich dann doch Übermut im Hause Pauli breit. Portugal im September 2021 sollte doch wohl jetzt endlich wieder möglich sein. Geimpft und getestet mit dem Skycamper von Bardenberg an die Algarve mit Zwischenstopp bei einem Weingut am Douro, das wird doch wieder drin sein?! Voller Zuversicht ist zum zweiten Mal gebucht. Und jetzt sorgt aktuell die Delta Mutation für leere Straßen in Lissabon. Sollte es tatsächlich wieder nicht klappen mit einem Besuch in der zweiten Heimat? Aaaaaaaargh…

Da soll man gute Laune bekommen. Und Heiterkeit verbreiten.

Immerhin – ich schrieb es bereits – ich fühle mich immer noch privilegiert und dankbar. Und demütig. Schließlich bin ich gesund, zwischenzeitlich sogar geimpft, sitze beruflich fest im Sattel, habe zu viel zu essen und zu trinken, ein schönes Dach über den Kopf, Familie und Freunde, ein volles Weinregal und neue eyemax Brillenbügel.

Letzteres bringt dann auch wieder watt Heiterkeit auf, Abseits des gesellschaftlichen kakophonischen Blah-Blahs. Immerhin watt…

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