Kloster, Kuchen, Kellerbier

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Jetzt einmal einen sonntäglichen Ausflug zur (ehemaligen) Abtei Mariawald in der Nähe von Heimbach in der Eifel unternommen. Wollte ich eigentlich immer mal hin, zu Deutschlands einzigem Männerkloster der Trappisten, welches 1486 gegründet wurde.

Zuletzt berichtete die Aachener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 20. März 2026 vom Kloster und seinem Restaurant, bei dem es angeblich eine weidlich bekannte wie beliebte Erbsensuppe gäbe und zukünftig im neuen Anbau wieder Bier gebraut werden soll. Die „Klosterbrauerei Mariawald“ erlebt also gewissermaßen eine Renaissance mit dem neuen Bier namens „Nemus Mariae“.

Nun also etwas Zeit gehabt und dorthin gefahren, auch weil eine Führung durch das Kloster angeboten wurde. Und das war toll! Ein sehr freundlicher Herr (dessen Name mir entfallen ist) vom „Verein der Freunde und Förderer des Klosters Mariawald e. V.“ führte mit viel Fachwissen und offensichtlich viel Herzblut durch das alte Gemäuer.

Anderthalb Stunden sollte die Führung dauern, die „lediglich“ das Erdgeschoss umfasste. Es wurden dann doch am Ende fast zwei Stunden – nie langweilig, immer höchst informativ und beeindruckend. Auch und vor allem dieser tollen Führung. (Falls Sie es lesen guter Mann: Danke dafür noch einmal!)

So konnte man gut eintauchen in die wortkarge und bescheidene Welt der Trappisten und ihren Tagesablauf. Der begann schon um 03:00 Uhr mit dem ersten „Anbetung“ und endete um 19:15 Uhr mit dem „Angelus“ und der Nachruhe. Unterbrochen von Unterricht und Studium, Arbeit und Messen.

Und grundsätzlich wurde der Tag schweigend verbracht – wodurch die innere Gedankenwelt und Spiritualität umso lauter spürbar waren. So die Erklärung. (War natürlich auch ein Männerkloster.)

Auch das Essen war eher bescheiden. Und vegetarisch. Bis auf watt Fisch zu besonderen Anlässen. (Erbsensuppe ick hör´ dir trapsen…)

Habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich datt könnt? Sah mich schon durch die lichtdurchfluteten Gänge wandeln. Aber ganz ehrlich: ich könnt´ datt nitt.

Nach der Führung ging es zur Erbsensuppe. Und zum Kuchen. Da saßen wir also im neuen Anbau, bei dem die neue Brauanlage auf ihren Einsatz wartet.

Ich denke, dann kommen wir noch mal vorbei und zischen uns ein „Nemus Mariae“, vielleicht draußen in der Außengastronomie im Wald Mariens.

Und Pauli sein Frau chauffiert uns wieder nach Hause. Halleluja.

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