Schluss mit Buwi

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Ralf Pauli: Burgberichterstatter, Jugendpfleger, Bauschlosser, Knipser

Ralf (be)müht sich im Rahmen seiner unprofessionellen technischen und lyrischen Möglichkeiten, weltweit – weil online auf dieser Internetseite, auf Facebook und Instagram – um gefällige Öffentlichkeitsarbeit für unsere Freilichtbühne. In vorheriger Abstimmung mit Künstlerinnen und Künstler schießt er so viele Fotos, dass man einige danach sogar veröffentlichen kann. Seine investigativen und bemüht launigen Berichte über Geschehnisse vor und hinter den Mauern der altehrwürdigen Burg Wilhelmstein, sollen (noch) mehr Fans für diese Open-Air-Location und sein Programm finden sowie helfen, tolle kulturelle Erlebnisse ein wenig festzuhalten.

So lautete meine Vorstellung auf der Internetseite www.burg-wilhelmstein.com (hier klicken) unter der Rubrik „Das Burg Team“.

Am Ende hatte ich weit über 100.000 Fotos bei über 100 Veranstaltungen und dem Buwidrumherum geschossen. Und zu den allermeisten Konzert-, Kabarett- oder Filmabend habe ich hinterher gleich noch etwas Lyrik auf der Internetseite sowie auf Facebook und Instagram verfasst, um darüber launig und für den Veranstaltungsort gleichsam werbewirksam zu berichten.

Die Rede ist von meinem Engagement von 2015 bis 2020 bei der Kultureinrichtung Freilichtbühne Burg Wilhelmstein.

Auf Facebook (hier klicken) sind in dieser Zeit die Zahlen der Verfolger_innen von unter 1.000 auf über 5.000 angewachsen.

Das Instagram Konto hatte ich einige Zeit nach meinem Start komplett neu angelegt. Gleichwohl das nicht unbedingt die digitale Plattform des traditionell eher „gesetzteren“ Buwi-Publikums ist, sind hier bis heute (und zuletzt mit Unterstützung vom Praktikanten Dominik) immerhin über 2.400 Verfolger_innen gezählt.

Viele Künstler_innen durfte ich während meiner Dienstzeit persönlich kennenlernen.  Einige überhaupt nur, weil ich glücklicherweise „dienstverpflichtend“ an den jeweiligen Veranstaltungen vor Ort gewesen bin und sonst nicht erlebt hätte. Dabei sind mir ein paar Menschen richtig ans Herz gewachsen und wurden für mich zum Teil eine große künstlerische Bereicherung!

Christoph Titz und Astrid North 2016

Christoph Titz zum Beispiel. Kannte ich nicht, obwohl der Top Trompeter auch noch aus der hiesigen Region kommt. Ich habe Christoph mit Band erstmalig 2016 zusammen mit Astrid North erleben dürfen. Diese erste musikalische Begegnung in meinem musikalischen Lieblingsgenre kam für mich wirklich völlig überraschend. Was war das für ein toller Abend! Gänsehaut.

Leider und tragischer Weise ist Astrid bereits 2019 verstorben – viel zu früh. Die Doppel-CD jenes Abends hat mir Christoph nach seinem nächsten Buwi-Konzert mit Pat Appleton geschenkt. Die halte ich als Erinnerung noch heute sehr sehr hoch.

Manuel Randi und Herbert Pixner 2019

Herbert Pixner aus Tirol ist noch so ein Beispiel. Musik die schwer in ein oder zwei Genres einzuordnen ist. Die aber sowas von großartig ist und super zur Stimmung des Buwi-Ambientes passt. Kein Wunder, dass nach dem Auftaktkonzert in 2018 direkt ein Jahr später das nächste wieder vor vollem Haus folgte. Ohne Corona hätte es 2020 den Hattrick gegeben. So kommt es 2021 (hoffentlich) zu einem Wiedersehen.

Beth Hart 2017

Beth Hart – kannte ich nicht. Und die Hütte war ausverkauft! Zurecht! Das mit dem Foto machen erforderte zwar eine vom amerikanischen Management geforderte „Akkredition“. Das blieb aber in 6 Saisons einmalig. Wie auch Beth Hart selber. Die Frau ist auf der Bühne echt der Hammer! Mein erstes Erlebnis mit einem fast zweieinhalb stündigen Hartchen Konzert, mit einer Stimme und Stimmung, die ich wohl auch noch lange in Erinnerung behalten werde. Selbstredend, dass auch sie ein zweites Mal kommen musste und ein zweites Mal die Leute regelrecht von den Sitzen riss.

Electro Deluxe 2019

Auch nix für zu sitzen war (bzw. ist) Electro Deluxe aus Frankreich. Da sehe ich mich noch voller Vorfreude sitzen und freuen, dass die mir bis dahin unbekannte Kapelle mit Bläsern im Blues-Jazz-Rock-Genre besetzt ist, stürzt der Sänger – und man muss schon sagen „Rampensau“ – James Copley auf die Bühne und fordert die Leute quasi vom ersten Takt an auf, den Arsch hoch zu nehmen und mitzutanzen. Die beplankten Sitze der Freilichtbühne waren da wirklich nicht nötig an jenen zwei Abenden, an denen die Jungens sowatt von Gas gaben. G R O S S A R T I G!!!

Großartig auch (mitunter wiederholt) die Konzerte von Manni Leuchter, dem Martin Tingvall Trio, Guildo Horn (watt hammer gelacht!), Götz Alsmann, Marialy Pachecco, Naturally 7 (das #buwi2018 Konzert mit dem temporär ausgefallenen Mischpult der Kapelle war denkwürdig!) und Nils Landgren. Um nur mal ein paar Granat_innen der Kulturszene zu nennen…

Hochgradig unterhaltsame und lustige Kabarett- und Comedy-Abende gab es mit so großartigen Künstler_innen wie  Jochen Malmsheimer, Markus Krebs, Wilfried Schmickler, Jürgen Becker und Jürgen B. Hausmann, Knacki Deusers Summerclub oder Gerburg (Frau) Jahnke mit weiteren tollen Frauen im Schlepptau. Ich kannte nicht alle im vornherein. Jetzt schon.

(Zur Großansicht auf ein Foto klicken)

(Für noch watt mehr Fotos: hier klicken)

Mein persönliches Highlight unter allen Highlights in den sechs Jahren war zweifelsfrei der Auftritt des Musikers, den ich seit Anfang der 1980´er Jahre höre und verfolge: Joe Jackson! Ja, DER JOE JACKSON! 2019 wurde für mich ein Traum war. Ganz ehrlich! Joe Jackson auf #buwi2019. S E N S A T I O N E L L ! Das ich das erleben durfte. Mir schießen heute noch Tränen aus den Augen vor Freude und Dankbarkeit.

Ein fantastisches Konzert wurde es dann auch tatsächlich. Das ist ja nicht unbedingt immer zu erwarten, wenn man große Erinnerungen und noch größere Hoffnung an einen Musikabend mit seinem persönlichen Musikhelden knüpft. Aber es wurde legendär!

Joe Jackson 2019

Ich habe lange Zeit das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Dem bekanntlich nicht unkomplizierten Künstler selbst schien es auf der Burg auch sehr gefallen zu haben. Jedenfalls würde er gerne wiederkommen wollen, sagte er. Selbstredend, dass ich da auf jeden Fall wieder gerne dabei sein würde. Ich hoffe jetzt schon, dass ich dann auch zwei Eintrittskarten bekomme.

Denn die bräuchte ich dann. Denn jetzt ist für mich Schluß mit Buwi!

Schön war´s. Hat Spaß gemacht. Und es zeigte sich vor allem in Corona Zeiten 2020, wie wichtig Kultur ist. Kultur live auf der Bühne erleben zu können, ist und bleibt bedeutend und inspirierend! Und die Freilichtbühne Burg Wilhelmstein bietet dazu eine einzigartige Atmosphäre. Für mich persönlich vor allem bei Jazzkonzerten und Kabarett Abenden.

Ich werde „meiner“ Freilichtbühne“ sicher weiter verbunden bleiben. Zukünftig allerdings „nur“ noch als Besucher und nicht mehr als „Buwi Teammitglied“.

Alles hat seine Zeit.

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