Biergläser für umme

In meiner Jugend neigte ich zum Bier trinken. Aus heutiger Sicht watt viel. Aber ich war jung, vital, hormonell produktiv und oft in schlechter Gesellschaft. Zu Zeiten des „Muckefuck“ in Alsdorf wurde ich immer von anderen verleitet, Bier zu trinken.

Joh, und experimentierfreudig war ich zu jener, von Adoleszenz und balzen geprägten Phase meines Lebens, auch. Das beweist meine Bierglassammlung von damals, die recht bunt geworden ist. Ich zähle heute 112 Biergläser, die sich bis ca. 1987 angesammelt hatten. Alle gekauft. Natürlich.

Zunächst standen sie in meinem Jugendzimmer (mit Bar!). Nach meiner Rückkehr aus Sambia 1990 zierten sie ein Fenster in einem kleinen Wintergarten unserer Ex-Ex-Wohnung, aus der wir 1994 ausgezogen sind. Jedenfalls verrät das die Zeitung, in die die Gläser seither eingewickelt und in Kartons trocken gelagert sind. Zu jener Zeit war Martin Schulz noch Bürgermeister der Düvelstadt.

In unsere damalige „neuen“ Wohnung fehlte aber irgendwie ein prominenter Platz, wo man die Sammlung hätte wieder hinstellen können. Und auch nach dem erneuten Umzug in unsere heutige Wohnung vor fast 20 Jahren, hat sich noch keine Stelle so richtig finden lassen, wo die 112 Biergläser auf ein breites Publikum treffen könnten. Also blieb bis heute nur wieder der Keller, wo sie seit nunmehr 26 Jahren ein sprichwörtliches Schattendasein fristen.

Die Gläser sind nicht so wertvoll, dass sie zum Verkauf für „Bares für Rares“ reichen würden. Und joh, Bier trinke ich mittlerweile auch eher selten. Denn was für mich in jungen Jahren noch unvorstellbar war, hat sich dann doch verändert: heute trinke ich Wein. Und balze weniger.

Was also tun, mit den bunten Gläsern? Weiter Aufbewahren macht keinen Sinn. Kurz gesagt, sie sollen weg. Glascontainer wäre eine finale Lösung. Aber Schade. Wenn dann nicht doch noch jemand Interesse und Spaß an der Sammlung hat. Vielleicht für die heimische Kellerbar? Oder in einem Fenster eines Wintergartens? Oder man liest die Aachener Nachrichten von 1994, mit Welt- und Lokalnachrichten, Annoncen und Todesanzeigen sowie Werbung für Autos.

Ich gebe jedenfalls Gläser und Zeitung im Konvolut gerne für eine kleine Spende an „mein“ Kinderheim in Kenia ab. Also wer Interesse hat, melde sich gerne über das Kontaktformular. Würde mich freuen, wenn sich wer finden ließe.

P.S.: für das „Pamoja Machuika Childrens Home“ in Kenia kann man auch so spenden… 😉

Nachtrag am 08.08.2020: Das Konvolut hat zwischenzeitlich eine neue Heimat gefunden! 🙂

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