Watt später.

am

In den letzten beiden Jahren haben Pauli sein Frau und ich kräftig Werbung für das „Pamoja Machuika Childrens Home“ (hier klicken) gemacht, einem kleinen Kinderheim in Kenia. Das hatten wir in 2019 besuchen dürfen, anlässlich unserer tollen Reise durch das Land und letztlich auch Besuch bei Petra Allmendinger (hier klicken). Diese hat das Kinderheim gegründet und unterhält es mit Spendenmitteln und der Unterstützung des in Deutschland bestehenden Vereins „Hilfe für Kenias Kinder“ (hier klicken).

In zwei Jahren sind durch die großzügige Spendenbereitschaft vieler Unterstützer_innen die unseren Aufrufen gefolgt sind mehr als 12.000 € zusammen gekommen. Der Wahnsinn!!!

Dabei hatten wir im letzten Jahr gezögert, überhaupt dafür zu werben. Die Corona Pandemie raubte uns allen den letzten Nerv und belastete so viele. Insbesondere diejenigen, die in Familien die temporären Kita- und Schulschließungen zu kompensieren hatten, ältere Familienangehörige versorgen mussten, oder mit ihren Firmen oder Arbeitsplätzen bedroht waren.

Darüber hinaus bekamen wir über mehrere Ecken auch vereinzelt die Kritik zu hören, warum wir uns denn in Afrika und nicht gefälligst in Deutschland engagieren würden. Hier gäbe es ja wohl genug zu unterstützen.

Nunja, wir lassen uns in der Regel auf so eine Diskussion überhaupt nicht ein. Schließlich ist es eine höchst private Entscheidung, für wen oder was man sich engagiert. Hauptsache man tut was – wenn man sich selber schon in einer komfortablen Lebenssituation befindet. Im Übrigen engagieren wir uns ja schon seit Jahrzehnten ganzjährig in verschiedenen hiesigen Vereinen und Organisationen – mindestens als Fördermitglieder. Auch sonst simmer oft dabei, wenn es kurzfristig oder situativ erforderlich um einen Beitrag zur Hilfe an geeigneter Stelle geht. Unabhängig vom kenianischen Kinderheim von dem wir wissen, was dort an Hilfe notwendig ist und wie dort Hilfe unmittelbar ankommt.

Ungeachtet solcherlei latent unterschwelliger Kritik einiger weniger, stehen wir aber heute trotz allem erneut vor der Entscheidung: werben oder nicht?

Denn noch immer und kaum zu glauben ist diese Sch… Pandemie noch allgegenwärtig. Seit fast zwei Jahren dreht sich (fast) alles um dieses Corona Virus, welches uns immer noch allumfassend piesackt. Und als sei das noch nicht genug, passierte auch das noch: die Hochwasserkatastrophe im Sommer, die bis in unsere Nachbarstädte desaströs geschwappt ist.

Viele haben sich dort bisher schon ehrenamtlich engagiert und geholfen. Ob finanziell, mit Spendenaktionen, oder im wahrsten Sinne des Wortes ganz tatkräftig. Wobei die Not vor Ort mitunter immer noch groß und weitere Aufbauhilfe längerfristig notwendig ist.

Joh und dann kommen also die Paulis jetzt vor Weihnachten mal wieder ums Eck und werben für „ihr“ kleines Kinderheim in Afrika. Nee, wir denken, das passt gerade nicht.

Also nicht, dass wir verhindern wollen dorthin zu spenden. Das entscheidet ja schließlich jede_r für sich selber. Wer will der kann natürlich. Schon allein die Betriebskosten sind kontinuierlich zu decken (hier (klicken) der Weg zum o.g. Verein und zur Bankverbindung). Und ja, wir spenden. Aber unser Hinweis und offensives werben fällt ob der allgemeinen Lage der Nation diesmal tatsächlich noch watt zurückhaltender aus als letztes Jahr.

Nach einem Videotelefonat mit Petra Allmendinger vor wenigen Wochen hatten wir ihr bereits angedeutet, uns in diesem Jahr mit Blick auf die aktuellen lokalen Ereignisse bei der Spendenakquise für das Kinderheim erst einmal zurück nehmen.

Vielmehr würden wir zu einem späteren Zeitpunkt (und dann vielleicht auch nicht gerade zu Weihnachten) „anlassbezogen“ zur Unterstützung aufrufen. Im Telefonat fanden wir auch schon einen guten Anlass, den Petra nannte und der in 2022 angestrebt wird: ein großer Wassertank soll auf dem Grundstück des Heims errichtet werden. Der soll helfen, Wasser aufzufangen und zu speichern, um es dauerhaft verfügbar zu haben. Wasserknappheit ist mitunter ein ernstes Problem in der Region. Insoweit wäre die Errichtung eines Tanks eine nachhaltige Investition.

Wieviel das kostet, was alles dafür notwendig ist und wann das Projekt mit örtlichen Kräften und Firmen umgesetzt werden kann, befindet sich noch in der Klärungsphase. Wenn das erfolgt ist, kennt man den konkreten Bedarf und die Höhe der Summe, die aufgebracht werden muss. Und dann wäre auch der Zeitpunkt gekommen, wenn Pauli sein Frau und Pauli sein Frau ihr Mann wieder offensiv in die Werbung gehen.

Also: watt später.

Frohes Fest.

Kids vom „Pamoja Machuika Childrens Home“ im Juli 2021 (Foto: Brigitte Apholt Kids Vorsitzende von „Hilfe für Kenias Kinder e.V.)

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Petra Allmendinger sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    was fuer ein schöner Bericht, ich freu mich so.
    Wir bauen im Moment im Kinderheim, mitunter Dank Deiner tollen
    Aktionen!!!, ich schicke dieser Tage mal ein paar Bilder.
    Ich fahre morgen ein paar Tage ans Meer, bin sehr urlaubsreif und
    natuerlich von meinen Freundinnen eingeladen, dann geht das auch mal.
    Andere Freundinnen und Jessi und Co fahren auch mit. 6 Tage, wow, so
    lange war ich schon ewig nicht mehr dort.

    ich wuensche Euch eine wunderbare Vorweihnachtszeit und einen guten
    Rutsch ins neue Jahr,

    Tausend Bussis,

    Eure Petra

    1. Ralf Pauli sagt:

      Hallo Petra, danke für das positive Feedback. Joh, dann sei dir mal die Auszeit am Meer gegönnt. Und wenn Du dann jemals zurück kommen solltest, kannst Du ja mal ein Update in Sachen Wassertank schicken. Habe erste Rückmeldungen erhalten, dass man sich jetzt tatsächlich zurückhalten will und auf ein Startzeichen meinerseits abwartet. Da bräuchte ich dann watt „Material“. Einstweilen liebe Grüße aus dem usseligen Deutschland, lass ett krachen und fühl dich gedrückt. Conny & Ralf

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